Primäre Kommunikation

Andreas Fröhlich

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Zusammenfassung

Mit dem Somatischen Dialog als einer eher körper-geprächsorientierten Form der Problembewältigung und der Primären Kommunikation für den Alltag stehen zwei verwandte Ansätze zur Verfügung, die die „Sprachlosigkeit“ in pädagogischen wie in pflegerischen, aber auch in privat-persönlichen Beziehungen mit sehr schwer beeinträchtigten Menschen ein wenig mildern können.

Es werden keine neuen, unbekannten Kommunikationselemente benutzt, sondern ausschliesslich solche, die eigentlich schon immer im menschlichen Kommunikationsrepertoire vorhanden waren. Sie werden intensiver, strukturierter und geplanter eingesetzt, die Kommunikationsinhalte werden reduziert, vereinfacht und konzentriert.

Kommunikation findet z w i s c h e n Menschen statt, eine Beeinträchtigung der Kommunikation beeinträchtigt gleichermassen alle beteiligten. Wenn wir die Kommunikationsebene wechseln, von der gesprochenen Sprache zu Bewegung und Berührung übergehen, so haben wir die Möglichkeit, uns wechselseitig zu erreichen.

 

Primäre Kommunikation

Basale Stimulation war von Anfang an als eine Art Zugang zu Menschen mit sehr schweren und umfänglichen Einschränkungen gedacht. Menschen, die als „nicht ansprechbar“ galten; Kindern die als „taub und blind“ diagnostiziert waren; Menschen eben, zu denen auch vertrauteste Personen wie die eigenen Eltern, keinen Zugang finden konnten. Die sichtbare Schwere der körperlichen Beeinträchtigung, die massiven Entwicklungsverzögerungen, die als Folge einer umfänglichen geistigen Behinderung galten und die vielfältigen Sinneseinschränkungen ließen zunächst glauben, dass mit diesen Menschen Kommunikation einfach nicht möglich sei.

Jahre später, als Basale Stimulation von der Pflege „entdeckt“ wurde, wiederholte sich dieser Eindruck in Hinsicht auf „bewusstlose“ Menschen, bei denen ja gerade die Nicht-Ansprechbarkeit kennzeichnend war.

Basale Stimulation sah sich schon früh als Kommunikationshilfe, als eine Art gemeinsamer Sprache, die es allerdings von beiden Seiten her zu entdecken galt. Ausgehend von der körperlichen Anwesenheit dieser „nicht Ansprechbaren“ konnte doch ein körperlicher Kontakt hergestellt werden. Berührung, zunächst nur physische Berührung, war möglich. Ob daraus auch ein psychisches „Berührt-Sein“ entstehen konnte, das musste sich erst zeigen.

Im Konzept Basale Stimulation wurden alltägliche, förderliche, spielerische und auch pflegerische Berührungen so strukturiert, dass sie über die reine Funktionalität hinaus auch Bedeutung für die berührte Person bekommen konnten. Eine stärkere Rhythmisierung, eine eindeutige und einfache Wiederholung der einzelnen Berührungen konnten dabei helfen, der betroffenen Person deutlich zu machen, dass hier etwas Bedeutsames zu spüren war. Bewusste Pausen, geplantes Innehalten, um dann wieder ein Berührungsangebot zu machen, hoben dieses Berührungsangebot hervor, machte es deutlicher und eindeutiger.

Aber auch die Berührungsqualitäten selbst wurden verbessert. Man machte sich Gedanken über flächige oder punktuelle Berührungen, über eine streichende oder über eine Berührung mit mehr Druck. (Vergl. Schürenberg, 2006)

So entstand ein reiches Erfahrungswissen, das allerdings noch nicht in ein „Wörterbuch der Berührung“ eingebracht werden kann. Wir kennen die Unterschiede zwischen einer festen und einer leicht flüchtigen Berührung, können aber im Einzelfall nicht genau sagen, was für diese oder jene Patientin, für dieses oder jene Kind, eine Berührung in der jeweiligen Situation bedeuten mag. Wir können tendenziell angeben, dass feste Berührungen eher Sicherheit, Ruhe und Konzentration bedeuten; während leicht flüchtige Berührungen dazu tendieren, zu irritieren, aufzuregen, aber vielleicht auch aufzuwecken. Hoffentlich kann in Zukunft hier spezielle Forschungsarbeit geleistet werden, um mehr Wissen für die Praxis entstehen zu lassen.

Dieser Körper-Dialog ist ein Grundprinzip der Basalen Stimulation geworden, er kennzeichnet das Konzept und steht im Mittelpunkt der praktischen Arbeit (vgl. Fröhlich, 2015, S. 65 – 75).

Veränderte Sichtweisen

Es war vor allem Ursula Haupt, die auf der Basis ihrer therapeutischen Erfahrung mit Kindern eine „Körpererinnerung“ stärker in den Mittelpunkt unserer damaligen Arbeit rückte. Sie wies darauf hin, dass nach neueren Erkenntnissen der Neuropsychologie und Entwicklungspsychologie damit gerechnet werden kann, dass unser Körper unabhängig von der kortikalen Wahrnehmung, d. h. von bewusstem Aufnehmen, selbst Erfahrung speichern kann. Diese Erfahrungen sind aber nicht nur physischer – organischer Art, sondern ganzheitlich. Der Körper scheint auch emotionale Erlebnisse, so z.B. für das Subjekt katastrophale Situation, in einer diffusen, aber sehr nachhaltigen Art speichern zu können (Haupt, 1982).

Sie achtete darauf, ungeklärtes Schreien, Schlagen, Sich-beißen, völliges Verweigern von Zuwendung, aber auch Schlaf- und Essstörungen in diesem Licht zu betrachten. Einfache Reiz-Reaktionserklärungen, wie sie die verhaltenstherapeutisch orientierten KollegInnen anboten, genügten ihr nicht, sie sah komplexere – in der Biographie der Kinder – begründete Phänomene.

Diese Sichtweise konnte in den letzten Jahren abgesichert werden. Forschungen zum sog. Embodyment bestätigen das Vorhandensein einer Körpererinnerung. Schmerzerinnerung, Bewegungserinnerung können als Spezialbereiche dieser körperbasierten Gedächtnisformen gesehen werden.

Ursula Büker hat für das Konzept Basale Stimulation als Resultat ihrer langjährigen therapeutischen Arbeit Berührung als wichtigstes aussenverbales Kommunikationsmedium auch in Bereichen etabliert, die bislang vom Konzept nicht abgedeckt worden waren. Sie konnte zeigen, dass nicht wenige Interaktionsstörungen zwischen Eltern und Kindern in der frühen und mittleren Kindheit hier ihren Ausgangspunkt haben. Eine angeleitete Veränderung des Kontaktverhaltens der erwachsenen Bezugspersonen kann bei sog. herausforderndem Verhalten der Kinder entscheidende Hilfen geben.

Berührung wird zur „Brücke“, wenn die vermeintlich normalen Möglichkeiten einer sprachlichen Kommunikation das Gegenüber nicht erreichen. Über köderbezogene Berührung entsteht Kontakt, Kontakt ermöglicht eine basale Verständigung und reduziert kommunikativen Stress.

Nochmals einen Blick zurück: so näherten wir uns auch einem Mädchen, das uns damals in der praktischen Arbeit vor ganz erhebliche Herausforderungen stellte. Sie schlug sich, sie schrie, sie biss sich, sie kratzte und wir konnten keinerlei Zusammenhänge erkennen mit den jeweils äußeren Gegebenheiten, die vielleicht belastend für das Mädchen gewesen wären. Zwei Kolleginnen entdeckten mit großer Sensibilität die Möglichkeiten der damals weit verbreiteten Babymassage nach Leboyer für dieses Mädchen. Sie verwendeten diese Entfaltungsmassage regelmäßig mit Geduld, genauem Hinsehen und Hinfühlen, aber eben auch mit Konsequenz. Dabei kam es immer wieder zu solchen Schrei-, Beiß- und Kratzattacken; aber es zeigte sich, dass in der fließenden Berührung dieser angepassten und modifizierten Babymassage das Mädchen eindeutig schneller zur Ruhe kam, als ohne dieses Angebot. Ja, sie übernahm immer wieder auch selbst Elemente dieser umfassenden, streichenden Berührung und konnte so vielleicht dazu selbst beitragen, sich wieder aus der hohen Erregung herauszubewegen.

Für uns waren dies Schlüsselereignisse, die einerseits eine ganz praktische Herangehensweise (Babymassage) mit einer eher theoretischen Sichtweise (Körpererfahrung im Sinne von U. Haupt) zueinander brachten. Daraus entstand der Somatische Dialog. Der Versuch, Menschen in schwierigen emotionalen Situationen eine Hilfestellung zu geben; quasi eine Gesprächsmöglichkeit zu bieten, die allerdings nicht in Worten sondern in Berührungen und Bewegungen bestand.

Diese Angebote setzten wir immer dann ein, wenn wir den Eindruck gewonnen hatten, dass sich bei einem sehr schwer mehrfach behinderten Kind psycho-emotionale Probleme auf der körperlichen Ebene ausdrückten. Angst, Wut, Verzweiflung als bestimmende Emotionen, die das Kind offenbar immer wieder überwältigten.

Mit unserem Berührungsangebot konnten wir die Grundprobleme des Kindes natürlich nicht lösen; wir konnten ihm vielleicht vermitteln, dass jemand seine schwierige Situation wahrgenommen hatte, dass man darauf reagieren wollte und Begleitung anbot. Das ist das, was wir heute Resonanz nennen. Resonanz ist eindeutig mehr, als nur ein Spiegeln. Spiegeln zeigt dem Gegenüber, was er tut, wie er sich verhält. Bei der Resonanz geht es um mehr: Es geht um Gemeinsamkeit, um das Angebot eines gemeinsamen Erlebens und Durchlebens.

Dies stellt an die Therapeutin oder denjenigen, der dieses therapeutische Angebot macht, deutlich höhere Anforderungen als das einfache Spiegeln. Es bleibt nicht bei einer neutral-spiegelnden Widergabe sondern man begibt sich hinein in die Notsituation eines Menschen, der in seinen Ausdrucksmöglichkeiten erheblich eingeschränkt ist. Und selbst bleibt einem auch nur der körperliche Ausdruck, um diese Resonanz deutlich zu machen.

(Fröhlich, 2015, S. 226-230 und ebenda das Kapitel „Basale Therapie“, S. 241-247.)

Der Somatische Dialog als helfendes Gespräch

Die Menschen, mit denen wir es im Konzept Basale Stimulation zu tun haben, befinden sich meist in einer Lebenssituation, der ein tiefer Einschnitt vorangegangen war. Durch Krankheit, Unfall, Gewalteinwirkung vor, während oder nach der Geburt, während der Kindheit oder dem Erwachsenenleben wird die individuelle Entwicklung radikal verändert. Wir können von einer Traumatisierung sprechen, der meist eine nochmals radikale Veränderung der Lebensumstände und der Beziehungen folgt. Regression, autistische Abschottung, körperlicher Rückzug in spastische oder bewegungslose Isolation, Verweigerung von Nahrung, stereotype Bewegung, Autostimulation, Kontaktvermeidung und -verweigerung, nahezu vollständige Interesselosigkeit … Eine solche Negativliste ließe sich noch lange fortschreiben. Wir haben hier eindeutige Hinweise auf eine tiefe psychische Verstörung, die nur unzulänglich beschrieben werden kann. Wir sehen immer wieder, dass intensive Grundgefühle wie Angst, Wut, Schmerz aber auch freudige Erregung, diese Menschen durchdringen, sie oft „ausser sich“ geraten lassen.

Manchmal scheinen sie überwältigt und den Gefühlen ausgeliefert. Unter anderen Bedingungen würden sie vielleicht mit den Eltern, mit Freunden oder Partnern oder auch mit einer anderen Person ein Gespräch suchen, in dem sie diese Gefühle bearbeiten könnten. So bleibt ihnen nur Schreien, Schlagen, Kratzen, Schweissausbrüche und Herzrasen, manchmal Weinen und Stöhnen.

In ihrer Körpererinnerung ist möglicher Weise vieles präsent: beinahe ertrunken zu sein, das Auto, das einen zerquetscht hat, der Sturz, das endlose Fieber, Schmerzen, die abgeklemmte Nabelschnur, das schleichende „Gift“, das Versinken in einer Narkose, aus der man nie mehr aufwachte, die endlose Einsamkeit des Bettes, die Manipulationen am um im eigenen Körper…

Miteinander in Berührung kommen und sich bewegen, Widerstand spüren, ziehen, drücken, winden, halten und loslassen, so kann ein Dialog entstehen, der Gefühle ausdrückt, der Gefühle miteinander austauschen lässt. Wir werden die Ursache für Angst nicht ergründen können, aber wir können Angst verstehen und zeigen, dass wir sie beantworten. Manchmal geht das sogar auf der körperlichen Ebene besser als mit Worten – wie wir es beim Trösten gut kennen.

Persönlich habe ich gerne den Dialog bei den Füssen begonnen. Die Füsse meines „Gesprächspartners“ sind nicht zu nah am Köperzentrum, ich komme nicht in die Situation, selbst bedrängend zu wirken. Vielen Menschen gelingt eine Wegstossbewegung mit den Füssen, sie können jemanden auf Distanz halten. Und gleichzeitig kann ich über die Zehen, den Fuss selbst und das Sprunggelenk viele kleine „Fragen“ stellen, minimale Bewegungsangebote machen, spüren, ob mir jemand folgt, ob er offener werden kann oder ob ich noch zurückhaltender sein muss.

An dieser Stelle muss deutlich gesagt werden, diese Art der Gesprächsführung kann nicht wirklich schriftlich vermittelt werden. Es sind zwei unterschiedliche Sprachen, die gesprochene Sprache eben und die Berührung/Bewegung – ich kann das eine nur sehr unzulänglich durch das andere beschreiben. Eine Anleitung, ein Lehren und Lernen kann nur in der unmittelbaren körpernahen Arbeit erfolgen.

Vergleichbare Ansätze

Winfried Mall hat schon recht früh aus der Basalen Stimulation seine „Basale Kommunikation“ abgeleitet und ausdifferenziert. Mit seinem, insbesondere auf gemeinsame Atmung und Stimmgebung beruhenden Kommunikationsangebot, will er insbesondere Menschen mit sehr schwerer geistiger Behinderung erreichen. Ihm geht es – sehr allgemein formuliert – darum, dass Menschen, für die Sprache noch keine eigentliche Bedeutung hat, dennoch erkennen, dass ein Austausch mit anderen Menschen möglich ist. Über gemeinsames Atmen, Brummen, Summen, Stöhnen aber auch über gemeinsame Bewegungen des Rumpfes, zusammen mit diesen atembetonten Stimmzeichen. (Mall, 1995)

Der gestaltpädagogische Ansatz nach Van Vugt und Besems (1992) versucht ebenfalls über eher ausgreifende Bewegungen des Körpers eine Gemeinsamkeit zwischen zwei Personen herzustellen, die die Behinderungsbarriere überwindet. Bewegungen lösen Blockaden, lassen sich aufeinander beziehen. Bewegungen öffnen und schließen den Raum zwischen zwei Menschen. Gemeinsame Bewegungen erzeugen die Erfahrung von Gemeinsamkeit. Die eigene Körperlichkeit wird spürbarer. Ein Wechselspiel kann sich eröffnen.

Andreas Zieger, ein Arzt, der sich viele Jahre mit Menschen im Koma und Wachkoma befasst hat, beschreibt seine Herangehensweise als körpernahen Dialogaufbau (Zieger, 1993). Auch für ihn stellt die Kommunikation zwischen einem sehr schwer eingeschränkten Menschen und seinen Angehörigen, Therapeuten oder Betreuern ein zentrales Thema dar. Er entwickelte aus dem forschenden, fragenden Arztgespräch gewissermaßen einen eher körperlichen Dialog, der ganz sicherlich von der klassischen Kunst der manuellen Diagnostik des Arztes beeinflusst ist. Mit großer Sensibilität werden körperliche Zeichen des Patienten aufgenommen und ernsthaft interpretiert, so dass es für den Arzt oder Pflegende eher möglich ist, das Befinden ihres nicht sprechenden, stark eingeschränkten Patienten einzuschätzen. Das Grundelement der Frage und der erwarteten Antwort ist charakteristisch für das gemeinsame Suchen z.B. nach Schmerzursachen, Störungen im Befinden nach Krankheit oder Anzeichen einer Besserung.

Daneben sehen wir natürlich in der Praxis viele unterschiedliche Formen des Bemühens, mit „nicht Ansprechbaren“ dennoch ins Gespräch zu kommen. Angehörige, Pflegende, Therapeuten und Pädagogen entwickeln ihre eigenen Herangehensweisen, zum Teil mit gutem Erfolg. Dieses Bemühen ist immer noch sehr stark vom ganz individuellen Einsatz abhängig, eine allgemeine Kommunikationsleitlinie für den Austausch mit nicht Sprechenden, nicht auf Sprache antwortenden Menschen, fehlt – sowohl in der Pflege wie in der Pädagogik. (Vgl. Fröhlich, 2010.)

Im Handbuch Basale Stimulation (2018) zeigt Ulrike Reisenberger, wie sich im einzelnen Wege aus dieser allerersten körperbezogenen Kommunikation heraus zu einer intensionalen, absichtsvollen Kommunikation entwickeln lassen. Jens Boenisch stellt, ebenfalls in diesem Handbuch, die in den letzten Jahren entwickelten alternativen Möglichkeiten vor, auch ohne gesprochene Sprache in einfachen sprachlichen Strukturen mit Begriffen, mit symbolischem Verhalten, sich austauschen zu können. Wo dies aber noch – oder überhaupt nicht möglich ist – bedarf es eben einer „primären Kommunikation“. Klaus Sarimski berichtet über neuere vergleichbare Ansätze, Zündel und Tolle bieten grundlegende Gedanken zu Interaktion und Kommunikation mit schwer beeinträchtigten Menschen an.

Primäre Kommunikation

Mit dem Begriff Primäre Kommunikation soll eine Unterscheidung zwischen mehr (psycho-)therapeutischen und alltagstauglichen basalen Kommunikationsformen ermöglicht werden. Primäre Kommunikation soll für die Kommunikation im Alltag stehen, die das pflegerische und pädagogische Handeln begleitet.

Kommunikation ist vielfältig, Kommunikation hat unterschiedliche Zielsetzungen und arbeitet jeweils auch mit unterschiedlichen Mitteln. Kommunikation, so können wir festhalten, ist immer darauf gerichtet, Gemeinsamkeit zwischen Menschen herzustellen. Dieses bedeutet auch das lateinische Ursprungswort: communicare. Kommunizieren ist eindeutig mehr als nur eine Information an jemand anderen geben.

Kommunizieren heisst:

¦        Orientierung geben,

¦        begleiten,

¦        erläutern,

¦        vorbereiten,

¦        warnen,

¦        beruhigen

¦        Aufmerksamkeit         erzeugen,

¦        neugierig machen,

¦        wecken,

¦        locken,

¦        fordern,

¦        fragen,

¦        anregen

¦        DaSein,

¦        Vertrauen geben,

¦        nicht alleine lassen,

¦        zuhören,

¦        annehmen,

¦        schweigen

In dieser Auflistung wird deutlich, dass pflegerische, therapeutische und pädagogische Kommunikation möglicherweise eine jeweils unterschiedliche Akzentsetzung haben. Pädagoginnen finden vielleicht mehr kommunikative Aktivitäten in der mittleren Spalte, während sich Pflegende in der rechten und in der linken Spalte wiederfinden. Dennoch wird niemand ausschließlich nur in einer Art kommunizieren.

Primäre Kommunikation nimmt Grundprinzipien des somatischen Dialoges auf, geht also von der Fähigkeit des lebenden Körpers aus, sich auszudrücken, auch wenn dies mit Zeichen geschieht, die zunächst gar nicht als Zeichen verstanden werden. Zu diesem neuen Verständnis des bekannten Satzes von Paul Watzlawick „Wir können nicht nicht kommunizieren“ (Watzlawick, P., Beavin, J., Jackson, D.D. 1972) hat die Pflege einen ganz wesentlichen Beitrag geleistet

Vitalzeichen sind allen Pflegenden vertraut, sie kennen sie als wichtige, für eine Diagnose unverzichtbare körperliche Anzeichen bei einem Patienten. Diese Zeichen werden aber nicht nur durch einen kranken Körper vermittelt, auch gesunde Menschen zeigen etwas auf der körperlichen Ebene und ihr jeweiliges Gegenüber nimmt solche Veränderungen wahr und reagiert darauf, auch wenn dies vielleicht gar nicht bewusst und schon gar nicht gezielt passiert. Diese elementare Form der sogenannten körperlichen Kommunikation bestimmt unser kommunikatives Verhalten ganz wesentlich. Wir können aber solche beobachtbaren, körperlichen Veränderungen auch auf eine „höhere Ebene“ heben, auf die Ebene der Zeichen. Eine schnellere Atmung kann zum Zeichen für Erregung werden, auf die ich als Kommunikationspartner unmittelbar eingehe. Durch mein Eingehen biete ich meinem Gegenüber Resonanz, d.h. ich zeige, dass ich seine Erregung wahrgenommen habe und bereit bin, sie ernst zu nehmen.

Vitalzeichen als individuelle Kommunikationssignale

Grundaktivität                          Kommunikationssignal

Atmung                                      Änderung des Rhythmus

Änderung der Atemtiefe

Stocken des Atems

Gähnen – Seufzen – Husten – Räuspern

Muskelspannung                        Bildung oder Entspannung der Stirnfalte

Spannung oder Entspannung der Lippen

Öffnung des Mundes

Anspannung, Bewegung der Nasenflügel

Heben oder Senken der Schultern

Veränderung der Nackenmuskulatur

Gespannte oder entspannte Bauchdecke

Spannung oder Entspannung der Extremitäten

einschließlich der Hände

Veränderung der Spastik

Bewegung                                 Leichtes Öffnen der Hände oder Bewegung der Füße

Augenbewegungen

Liderzucken

Heben der Augenbrauen

Schlucken

Lächelbewegung

Sekretion                                   Erhöhter Speichelfluss bei Entspannung

Magen-Darm-Geräusche

Veränderung der Schweißbildung

(Angst oder Anstrengung)

Unter medizinischen Messbedingungen:

Hämodynamik                            Veränderung der Herzfrequenz

Veränderung des Blutdrucks

Veränderung der peripheren Durchblutung

Diese Vitalzeichen sind in ihrer kommunikativen Ausstrahlung vielfältig und möglicherweise nie ganz eindeutig:

  • Atmung kann z.B. Ängstlichkeit, Hektik oder Aufgeregtheit signalisieren, aber auch Ruhe und Gelassenheit mitteilen.
  • Die Muskelspannung kann Abwehr, aber auch positive Erregung, sie kann Ruhe und Gelassenheit – aber auch Langeweile – andeuten.
  • Die Haut teilt etwas mit, ganz allgemein über die Befindlichkeit, sie tut dies über die Temperatur, Feuchtigkeit und Spannung.
  • Blutdruck und Herzfrequenz haben auch etwas mit Erregung, mit Aufmerksamkeit, mit Wachheit oder mit Unbeteiligt-Sein zu tun.
  • Speichelsekretion, Magen-Darm-Geräusche können ebenfalls in engem Zusammenhang mit psychischen Situationen stehen.
  • Blutdruck und Herzfrequenz ebenfalls, so dass uns eine eher reiche, wenn auch nicht immer leicht zu entschlüsselnde, Kommunikationsvielfalt begegnet.

Die sogenannte atemstimulierende Einreibung (ASE) ist eine mittlerweile schon recht gut differenzierte und standardisierte Kommunikationsform um z.B. auf Erregung zu antworten.

Wenn wir nun von primärer Kommunikation sprechen, dann soll damit gemeint sein, die Kommunikation findet auf einer extra-verbalen Ebene statt. Das bedeutet nun nicht, dass diese Kommunikation völlig wortlos oder stimmlos stattfinden sollte, aber die eigentliche Bedeutung, der eigentliche Austausch findet nicht über Sprache oder über einzelne Worte statt, sondern über Berührung, über körperliche Annäherung und Distanz, über die Gestaltung des Raumes zwischen zwei Menschen.

Diese Kommunikation ist auch prä-intensional (vgl. Reisenberger a.a.O.). Die kommunikativen Zeichen, die sehr schwer behinderte oder eingeschränkte Menschen aussenden, haben noch nicht unbedingt den gewollten Mitteilungscharakter. Es ist vielleicht mehr eine Funktion des Körpers, die etwas erkennen lässt davon, wie es dem betreffenden Menschen gerade jetzt geht. Sie sind von diesem Kind, von diesem Mann, von dieser Frau noch nicht als Zeichen, d.h. als Mitteilung an einen Adressaten gerichtet. Aber sie können als bedeutungsvoll aufgenommen und beantwortet werden.

Diese Kommunikation ist auch prä-symbolisch. Es gibt noch keinen speziellen Zeichen-Code für bestimmte Gefühle, Gedanken oder gar Begriffe. Ein Herz oder die auf das Herz gelegte Hand bedeutet noch nicht „Ich liebe Dich“ oder „ich bin berührt“. Wir, die wir gewohnt sind, mit Begriffen und Symbolen zu arbeiten, müssen daher auf unsere eigenen Kommunikationssignale achten und nicht mit einer gewissen Selbstverständlichkeit Elemente einbringen, die für unser Gegenüber noch nicht entschlüsselbar sind.

Grundprinzipien der primären Kommunikation

Mit aller Vorsicht lassen sich einige praktische Grundregeln angeben, die für eine gelingende kommunikative Situation maßgeblich sein können:

Die aktiveren Kommunikationspartner bringen sich in eine vis-a-vis-Position, die im vermutlich besten Sehschärfebereich des Gegenüber liegt. Möglicherweise ist das eine sehr dichte Position, die man zur Wahrung der Intimität nicht lange einnehmen möchte. Man kann sich vorsichtig und langsam etwas aus dieser ganz nahen Position herausbewegen, muss aber darauf achten, immer im möglichen Blickfeld zu bleiben.

Der Hintergrund innerhalb des Blickfeldes des Gegenüber ist unbedingt zu beachten. Wirre, undefinierbare und unklare Hintergründe machen es eingeschränkten Menschen sehr schwer, das Gesicht als die zentrale Kommunikations“region“ zu erkennen.

Das Gleiche gilt für den akustischen Hintergrund. Eine Stimme wird am besten auf dem Hintergrund von Stille erkannt. Ein Gewirr von Alltagsgeräuschen, anderen Stimmen, Musik und dergleichen lassen die Stimme nicht nur von der Lautstärke her untergehen, sondern sie verliert auch ihre Erkennbarkeit.

Eine positiv verharrende Initialberührung schafft auf der körperlichen Ebene Nähe und Beständigkeit, lässt die Verbindung gewissermaßen nicht abreißen. Die Berührung bleibt konstant, deutlich, eher fest.

Ruhe und Stille sind der beste Kontrast für kommunikative Angebote; so werden Zeichen, Signale, Mitteilungen am besten erkannt – auch bei Berührungen.

Für die somatische Kommunikation über Berührung gilt ebenfalls, dass störende, irritierende, andere Berührungen, andere Aktivitäten möglichst unterlassen werden sollten. Nur die bedeutungsvolle Berührung steht im Mittelpunkt. Angesichts der vielfältigen Einschränkungen bei einem beeinträchtigten Menschen ist es wichtig, die Information so einfach wie möglich zu halten. Multiple Informationen, Informationen die gleichzeitig mehrere Dinge mitteilen, sollten möglichst vermieden werden.

Auch für den nicht-beeinträchtigten Partner gilt, dass er für sich selbst Sorge tragen muss, damit möglichst wenig akustische, visuelle und taktile Ablenkung seine eigene Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigen.

Somatisch-kommunikative Kontakte sollten durch einen Anfang (Initialberührung) und ein Ende (rituelle Verabschiedung) für beide Partner gekennzeichnet werden.

Kommunikation im Alltag

Der somatische Dialog im engeren Sinn sollte tatsächlich für eher therapeutische Situationen eingesetzt werden. Wir kennen „schwierige Gespräche“. Wir kennen die Herausforderung, einem Menschen in einer ganz besonders belastenden Situation, zur Seite zu stehen. Wir wissen, dass wir immer wieder in die Lage kommen, mit anderen Menschen etwas zu klären, was für beide nicht einfach zu erklären ist. In solchen vergleichbaren Situationen ist der somatische Dialog eine Möglichkeit, ohne Worte miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Alltag wird es oft gar nicht möglich sein, so intensive Gespräche zu führen. Der somatische Dialog verlangt nach Ruhe und Zeit, er lässt sich kaum beschleunigen, er lässt sich auch nicht beliebig in jeder Zeit beginnen.

Aber die primäre Kommunikation kann zur Regelkommunikation mit den Menschen werden, für die eine sprachliche, symbolgestützte alternative Kommunikation nicht oder noch nicht möglich ist. Man kann sich die Kommunikation durch Berührung und in Berührung durchaus zu eigen machen, man kann sie einfließen lassen in die notwendigen alltäglichen Verrichtungen mit einem beeinträchtigten Menschen. Die Qualität der Berührung und die Struktur des Berührens können geübt werden, können gezielt eingesetzt werden, um einen anderen Menschen zu erreichen, um mit ihm in Kontakt zu kommen und in Kontakt zu bleiben.

So wie Menschen mit schweren Hörbeeinträchtigungen ein Recht darauf haben, einen Gebärdendolmetscher heranzuziehen, so sollten Menschen mit sehr viel komplexeren und schwerwiegenderen Kommunikationseinschränkungen auch ein Recht darauf haben, mit primärer Kommunikation angesprochen und besser verstanden zu werden.

Vom Entgleisen der Kommunikation

Kommunikative Förderung bezieht die sensible Beobachtung (Diagnostik) des jeweiligen sehr schwer beeinträchtigten Menschen mit ein. Beobachtung kann hier nicht als eine nüchtern distanzierte Tätigkeit verstanden werden, sondern als ein interaktiver Prozess, der die eigene professionelle Sensibilität einsetzt, um auch auf geringste Veränderungsanzeichen beim Gegenüber adäquat reagieren zu können. Da diese in der Regel über keine gesprochene Sprache verfügen und Mimik und Gestik meist nicht konventionell einsetzen, ist die Interpretation der beschriebenen vitalen Lebenszeichen von höchster Bedeutung. Diese sind allerdings oft kaum sichtbar und werden folglich leicht übersehen, wenn man sich an den üblichen kommunikativen Zeichen orientiert. Eine veränderte Muskelspannung, Atem-Rhythmus-Variationen, ein Flattern der Augenlider, eine Kinnmuskulatur, die die Haut kräuselt, eine veränderte Stimmgebung bei der Ein- oder Ausatmung können solche Anzeichen sein. Ebenso ein vermehrter Speichelfluss, plötzliche Augenbewegungen oder eine Pupillenerweiterung sind als Vitalzeichen einer veränderten Wahrnehmungs- oder Befindlichkeitssituation von großer Bedeutung. So werden Ablehnung oder Interesse, Angst oder freudige Spannung angezeigt.

Nur wenn ein Mensch mit einer sehr schweren Behinderung die positive Erfahrung machen kann, dass ein Gegenüber auf seine minimalen Ausdrucksaktivitäten mit passenden Antworten reagiert, kann er sich selbst als agierende, autonome Persönlichkeit erleben. Bleiben angedeutete Wünsche, z.B. nach einer Positionsveränderung, unbeobachtet und dadurch unbeantwortet, so wird bald ein negativer Lernprozess eingeleitet: Dieser Mensch wird nicht mehr versuchen, seine Wünsche zu zeigen, da er den Zusammenhang von Äußerung, Wahrgenommen-Werden und Eine-Handlung-Bewirken nicht erlebt.

Die Wahrnehmung der Betreuenden muss sich ausdifferenzieren und sensibel werden, um überhaupt erst geeignete basale Angebote machen zu können. Der Mensch (mit Beeinträchtigung) muss seine soziale Erwartungssicherheit aufbauen können, erst dann kann von ihm Aktivität erwartet werden. Er muss Gewissheiten aufbauen, dass seine Aktivitäten beobachtet, verstanden und beantwortet werden. Ohne diese Erfahrungen wird er nicht in Kommunikation und Interaktion eintreten können.

Fehlende oder falsche Interpretationen führen alsbald zu einem Auseinanderlaufen der Beziehung. Dies ist vielleicht die größte Gefahr in der Förderung und Begleitung von Menschen mit schwerster Beeinträchtigung, dass die Kommunikation dauerhaft entgleist. Daraus folgen die bekannten Verhaltensweisen der Betreuenden, nämlich eine im Grunde dominante, nicht an den individuellen Bedürfnissen orientierte Versorgung dieser Menschen. Nicht mehr die dialogisch ermittelten Bedürfnisse bestimmen die Interaktion, sondern die einseitig unterstellten bzw. die im Plan vorgesehenen „Bedürfnisse“ oder Pfllegenotwendigkeiten.

Und genau dies gilt es zu vermeiden, da so die tatsächliche Teilhabe verhindert wird und Fremdbestimmung das Leben sehr schwer behinderter Menschen dominiert.

Die Vielfalt im Konzept der Basalen Stimulation

Kommunikation, wie von Anfang an schon formuliert, steht ganz im Zentrum des Konzeptes Basale Stimulation. Es geht um wechselseitiges Verstehen und dann daraus resultierendes gemeinsames Handeln. Dies gilt für therapeutische, für pädagogische und für pflegerische Situationen, aber genauso für das gesamte Spektrum des privaten Lebens.

Zum Konzept der basalen Stimulation gehören noch weitere Aspekte kommunikativer Förderung, die aber hier nicht dargestellt werden können. Insbesondere das Prinzip der strukturierten Kommunikation nach Papousek spielt gerade in der Arbeit mit Kindern und jungen Menschen eine sehr große Rolle (Papousek & Papousek, 1989).

Beatrix Döttlinger hat neue Einsichten gewonnen, durch den Einbezug gestischer Handlungen in den Interaktionsprozess. Diese Handlungsketten erlaubenden betroffenen Menschen offenbar einen besseren Rückgriffs auf einmal genutzte Sprache. Das wird sich in der Begleitung von Menschen mit Demenz als eine andere Form der Resonanz nutzbar machen lassen.

Der ganz anders arbeitende Ansatz von Dolto und Eliacheff verdient besondere Beachtung. Die beiden französischen Analytikerinnen haben nachgewiesen, dass gesprochene Sprache eine Eigenwirksamkeit entfaltet, auch bei Menschen, die scheinbar nicht „sprachfähig“ sind, auch wenn sie gesprochene Sprache nicht zu verstehen scheinen, nehmen sie gewichtige, sie betreffende Mitteilungen auf und reagieren eindrucksvoll (Dolto,1988, Eliacheff 1988, dazu auch Fröhlich, 2010).

Der „Interaktionsrahmen“ von Christoph Siegfried (ebenso im Handbuch Basale Stimulation) zeigt, dass noch weitere Phänomene zu klären wären, z.B. die Kommunikation zwischen Nicht-Sprechenden, auch nicht alternativ kommunizierenden, sehr schwer behinderten Kindern (auch Fröhlich, 2010).

Vielleicht ist es charakteristisch, dass ausgerechnet die Kommunikation so viele noch offene Fragen stellt. Wir haben uns in Praxis und Wissenschaft hauptsächlich auf sprachliche und sprachbegleitende Kommunikationsphänomene konzentriert, dabei anderes übersehen und wenig beachtet. Hier ist „Material“ für eine ganze Forschergeneration zu entdecken. Es ist aber auch ganz klar, dass dies nur transdisziplinär geschehen kann, denn keine der beteiligten Disziplinen – von der Neurolinguistik bis zur Psychotherapie, von der Sprachheilpädagogik bis zur Kommunikationswissenschaft – ist in der Lage, diese noch nicht einmal systematisch beschriebenen Phänomene zu erklären, geschweige denn sie einer praktikablen Anwendung zuzuführen.

Zusammenfassung

Mit dem Somatischen Dialog als einer eher körper-geprächsorientierten Form der Problembewältigung und der Primären Kommunikation für den Alltag stehen zwei verwandte Ansätze zur Verfügung, die die „Sprachlosigkeit“ in pädagogischen wie in pflegerischen, aber auch in privat-persönlichen Beziehungen mit sehr schwer beeinträchtigten Menschen ein wenig mildern können.

Es werden keine neuen, unbekannten Kommunikationselemente benutzt, sondern ausschliesslich solche, die eigentlich schon immer im menschlichen Kommunikationsrepertoire vorhanden waren. Sie werden intensiver, strukturierter und geplanter eingesetzt, die Kommunikationsinhalte werden reduziert, vereinfacht und konzentriert.

Kommunikation findet z w i s c h e n Menschen statt, eine Beeinträchtigung der Kommunikation beeinträchtigt gleichermassen alle beteiligten. Wenn wir die Kommunikationsebene wechseln, von der gesprochenen Sprache zu Bewegung und Berührung übergehen, so haben wir die Möglichkeit, uns wechselseitig zu erreichen.

Literatur :

Bronfenbrenner, U. (1981) Die Ökologie der menschlichen Entwicklung, Stuttgart

Büker, U. (2014) Kommunizieren durch Berühren – Kindern mit Behinderung begegnen durch Basale Stimulation, Düsseldorf

Cierpka,M. (2012) (Hrsg.) Frühe Kindheit 0 – 3. Beratung und Psychotherapie für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, Berlin – Heidelberg

Döttlinger, B. (2017) Gestisch kommunikatives Handeln zur Beziehungs- und Interaktionsgestaltung bei Menschen mit Demenz, wiss, Diss, Univ. Witten-Herdecke, noch unveröffentlicht

Dolto, F. ( 1988) Zwiesprache von Mutter und Kind: Die emotionale Bedeutung der Sprache, München

Eliacheff, C. ( 1997) Das Kind, das eine Katze sein wollte, München

Fragner, J (1991) Sonderpädagogische Intentionen der Förderung von Menschen mit schwerster Behinderung. In: Fröhlich, A. (Hrsg.) Pädagogik bei schwerster Behinderung, Handbuch der Sonderpädagogik Bd. 12, Berlin

Fröhlich, A. (2017) ATL Kommunizieren, in: Thiemes Pflege, Stuttgart

Fröhlich, A. ( 2015) Basale Stimulation, ein Konzept für die Arbeit mit schwer beeinträchtigten Menschen, Düsseldorf

Fröhlich, A. (2010) Kommunikation – Einführung in das Thema, in: Maier- Michalitsch, N. , Grunick, G. (Hrsg.) Leben pur – Kommunikation bei Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen, Düsseldorf

Fröhlich, A. (2000) Einführung und Übersicht. Zu: Kleine Leute vor schwersten Aufgaben. Konzepte der Förderung schwerstbehinderter Kinder. In: Leyendecker, Chr., Horstmann, T.(Hrsg.) Grosse Pläne für kleine Leute – Beiträge zur Frühförderung interdisziplinär, München

Fröhlich, A. (1996) L‘identité corporelle: la personne polyhandicapée à la recherche de son identité. In: Wolf, D. (Hrsg.) Polyhandicap, Lucerne

Fröhlich, A. (1995) Sprachstörungen und geistige Behinderung, in: Handbuch der Sprachtherapie, Bd. 8 (M. Grohnfeldt, Hrsg.), Berlin

Fröhlich, A.( 1992) Basale Stimulation für Menschen mit schwerster Mehrfachbehinderung, in: Fikar, H., Thumm, K.E. (Hrsg.) Körperarbeit mit Behinderten, Stuttgart

Fröhlich, A. (1989) (Hrsg.) Kommunikation und Sprache körperbehinderter Kinder, Dortmund

Fröhlich, A. (1986) Zur Förderung der Sprachentwicklung körperbehinderter Kinder, in: Sprachheilpädagogische Arbeit mit mehrfachbehinderten Kindern (Hrsg. v. Hinteregger, F. und Meixner), F., Wien

Fröhlich, A. (1986) Vitale seelische Probleme schwerstbehinderter Kinder und Jugendlicher,. In: Forschungsgemeinschaft Das körperbehinderte Kind (Hrsg.) Entwicklung und Förderung Körperbehinderter, Heidelberg

Fröhlich, A. (1986) Das helfende Gespräch – grundlegende Überlegungen. In: Fröhlich. A. Die Mütter schwerstbehinderter Kinder (S. 220 – 233), Heidelberg

Fröhlich, A. (1982) Der somatische Dialog, in: Behinderte 4/ 82, Linz

Fröhlich, A. ( 1979) Die Förderung schwerst (körper-) behinderter Kinder – Aspekte einer Kommunikationsförderung. In: Dittmann, W., Klöpfer, S., Ruoff, E. (Hrsg.) Zum Problem der pädagogischen Förderung schwerstbehinderter Kinder und Jugendlicher, Rheinstetten

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